
Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Er erinnert daran: Teilhabe ist ein Menschenrecht – und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.
Doch genau diese Teilhabe ist aktuell in Gefahr.
Derzeit erhalten über 1 Million Menschen in Deutschland Leistungen der Eingliederungshilfe. Diese gesetzlich geregelte und unverzichtbare Unterstützung ermöglicht Teilhabe am Leben – zum Beispiel in der Schule, bei der Arbeit oder im Alltag.
Aktuell wird über gravierende Einsparungen in diesem Bereich diskutiert. Alle Sozialverbände warnen eindringlich vor den Folgen.
Die unnötigen, geplanten Kürzungen würden viele Menschen betreffen: Familien, Kinder mit Beeinträchtigung oder erhöhtem Unterstützungsbedarf, Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Besonders kritisch: Die Einsparungen wären kurzsichtig. Sie könnten langfristig sogar höhere Kosten verursachen. Kinder, die ohne Unterstützung keinen Schulabschluss erreichen, haben später deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Familien, die keine Hilfe erhalten, müssen ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aufgeben, um Betreuung und Pflege selbst zu übernehmen.
Auch zahlreiche Arbeitsplätze wären betroffen – vor allem im sozialen Bereich, etwa bei Assistenzkräften, Schulbegleitungen, in Werkstätten oder im Betreuten Wohnen sowie in der Pflege.
Die Eingliederungshilfe ist kein freiwilliges Angebot. Sie ist ein gesetzlich garantierter Anspruch auf Teilhabe – verankert im Bundesteilhabegesetz, im Sozialgesetzbuch und in der UN-Behindertenrechtskonvention.
Werden notwendige, gesetzlich vorgeschriebene Leistungen gekürzt, obwohl ein Bedarf besteht, steht dies im Widerspruch zu diesen Rechten.
Die Folgen wären unmittelbar spürbar: weniger Unterstützung, mehr Belastung für Familien und weniger Teilhabe in der Gesellschaft. Es geht dabei nicht um zusätzliche Leistungen, sondern um grundlegende Rechte. Kürzungen würden besonders die Menschen treffen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Wichtig ist: Behinderung kann jeden Menschen treffen. Die meisten Behinderungen entstehen im Laufe des Lebens – zum Beispiel durch Krankheit, Unfall oder im Alter.
Deshalb betrifft dieses Thema nicht nur einzelne Gruppen, sondern die gesamte Gesellschaft.
Derzeit läuft eine Petition an den Deutschen Bundestag gegen die geplanten Kürzungen. Sie kann online über die Petitionsplattform des Bundestages unterzeichnet werden. Interessierte finden sie dort unter der Petitionsnummer 195716.
Die Unterzeichnung ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.
👉 Jetzt Petition unterschreiben Petition: „Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“
Teilhabe ist kein Extra.
Teilhabe ist ein Menschenrecht.
Und sie betrifft uns alle.
👉 Erklärung in Leichter Sprache PDF zum Download
👉 Anleitung zur Unterzeichnung Youtube Video
👉 Weitere Informationen Seite der Bundesvereinigung Lebenshilfe
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